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::: 15. November 2006

 :: Auf DVD: Augenreisen nach Indien 

Indien ist weit weg, riesig, vielfältig und fremd, lockt durch Exotik, stößt ab durch seine sozialen Schrecken, fasziniert durch seine Kunst, Philosophie, seine Landschaften und Menschen. Indien - das wäre eine große, bestimmt eine großartige Reise, die nicht jeder wagt oder bezahlen kann. Wer mag, besucht dieses Land der Gegensätze zumindest für ein paar Stunden virtuell, im Film.

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  • “National Geographic - Majestätisches Indien”, 19,99 Euro.
    National Geographic als Herausgeber und die elegante Covergestaltung verheissen qualitätvolles Filmmaterial und stimmungsvolle Bilder.

  • “Pastewka in ...Indien & Japan (2 DVDs)”, 11,97 Euro (5 Sterne).
    Frappierende Mischung aus komischem Bastian-Pastewka-Blödsinn und informativer Reisebeschreibung. Mit “erfrischende Ehrfurchtsarmut vor fremden Kulturen”, so heisst es in der Kurzbeschreibung, schafft es der erklärte Fernreisemuffel, in Japan beispielsweise den Fudjiyama zu besteigen und im Zen-Kloster zumindest ansatzweise in sich zu gehen. In Indien gelingt ihm sogar, in einer Seifenoper aufzutreten, vom Elefanten aus Polo zu spielen und einen Maharadscha zu besuchen. Keine Sorge, man sieht dabei viel von Indien und seinen landschaftlichen dun kulturellen Schönheiten!

  • “Indien”, 5,95 Euro (4 Sterne).
    Erster Schwerpunkt ist Nordindien: seine Städte, seine Berge, sein Feste und Tempel, das unfassbare Tadsch Mahal und die Meditationszentren Rishikesh und Manali. Der 2. Teil führt nach Sri Lanka, an palmengesäumte leere Sandstrände, zu gastrfreundlichen Menschen, einer 2500 Jahre alten Kultur, in eine liebliche bergige Landschaft, durch Reisfelder bis zum Abwinken.

  • “Reise nach Indien” (2 DVDs), 17,95 Euro (5 Sterne).
    Ein kolonialismus-kritisches Werk des Erschaffers u.a. von “Doktor Schiwago” und “Lawrence von Arabien”. Die Protagonistin Adela Quested erlebt eine farbenflirrendes, magisches und märchenhaften Indien und - in krassem Gegensatz dazu - die Arroganz der Kolonialherren, den Kulturschock, was das westliche und das indische Denken angeht. Aber dennoch finden Menschen beider Kulturen zueinander, denen die Gemeinsamkeiten im Denken, Fühlen und Handeln wichtig sind. - Auch eine interessante und unterhaltsame Art, sich dem fremden Subkontinant anzunähern…

 von Ute (Schmökerin) |  15. Nov, 0:31 Uhr  |  0x Senf , 197x besichtigt |   aus: Unterwegs   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

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::: 02. Oktober 2006

 :: Buchmesse-Gastland Indien - Annäherungen an eine fremde Kultur 

Hier sieht man’s mal wieder: ohne - zunächst Mal - in dem Land gewesen zu sein, kann man sich sehr unterhaltsam an eine fremde Kultur, diesmal ist es Indien, heranpirschen: indem man indisch kocht und speist, Hindi lernt, mindestens einen Indien-Knigge, ein politisches Buch und Reiseberichte alter Indienkenner liest. Der Appetit kommt dann beim Essen. Oder eben beim Lesen.

  • “Indische Küche. Beste Rezepte” von Shehzad Husain, 2,95 Euro (5 Sterne).
    Sehr preisgünstiges Buch, mit dessen Hilfe man sich ein wenig in die indische Küche “hineinschmecken kann. Eine Amazon-Rezensentin schreibt: “Bisher ist mir jedes Rezept gelungen und ich war seither nicht mehr beim Inder, da ich ja nun meine eigene indische Köchin bin!”

  • “Das große indische Kochbuch. Mit 200 Originalrezepten aus allen Regionen” von Julie Sahni, 8,95 Euro (4,5 Sterne).
    Ein erfahrener Ayurvedakoch schrieb bei Amazon: “Meine Empfehlung; es ist mit das beste Buch in Bezug zur traditionellen “Indischen Vegetarischen Küche” bis dato!” Auch wenn es keine Fotos enthält, schreibt ein weiterer Rezensent, gäbe es zu diesem Buch keine Alternative.

  • “KulturSchock Indien” von Rainer Krack, 14,90 Euro (4,5 Sterne).
    Indien und die Inder besser zu verstehen und sich als Indienreisender nicht unpassend zu verhalten - dieses Wissen über ein Land der Gegensätze vermittelt sachlich und zugleich humorvoll Rainer Krack, der auch Kauderwelsch, Hindi Wort für Wort (3,5 Sterne; 7,95 Euro) geschrieben hat.

  • “Gebrauchsanweisung für Indien” von Ilija Trojanow, 12,90 Euro.
    Eine Begegnung mit Indien voller Überraschungen: mit Klischees wird aufgeräumt, und anhand mehr oder weniger bekannter Begriffe wie Ayurveda, Armut, Gurus, Saris, Bollywood und Popidolen schärft Trojanow unseren Blick auf das wahre Indien. Der gebürtige Bulgare Trojanow lebte und reiste über sechs Jahre in Indien und schrieb noch weitere Bücher über Indien, u.a. den Bericht einer Reise entlang des heiligen Flusses, An den inneren Ufern Indiens. Eine Reise entlang des Ganges (5 Sterne; 14,90 Euro).

  • image“Shiva Moon. Eine Reise durch Indien” von Helge Timmerberg, 17,90 Euro (5 Sterne).
    Helge Timmerberg habe ich entdeckt, als ich mangels Reiselektüre Tiger fressen keine Yogis. Stories von unterwegs. (4,5 Sterne; 8,95 Euro) vom Grabbeltisch kaufte. Seitdem gehört er für mich zu den brillantesten Journalisten und Schriftstellern; seine unkonventionelle und direkte Art zu schreiben, die neudeutsch und, wenn einem sonst nichts einfällt, “new jounalism” heisst, hat mich auch an weiteren Büchern von ihm begeistert. In “Shiva Moon” dokumentiert der Indienkenner nun seine Reise entlang des heiligen Flusses Ganges, 2500 km von der Quelle bis zur Mündung. Und natürlich ist das 256 Seiten starke, gerade erst erschienene Buch weit mehr als nur ein Reisebericht. Spannend, herauszufinden, wie unterschiedlich die beiden Ganges-Reisenden Timmerberg und Trojanow ihre Tour erleben und was jeweils ihre Aufmerksamkeit erregt.

  • “Die Politik der Macht” von Arundhati Roy, 10,00 Euro (5 Sterne).
    Die indische Autorin, die mit Der Gott der kleinen Dinge (4,5 Sterne, 10 Euro) weltberühmt wurde, wendet sich mit zwei Themen der indischen Politik an die Weltöffentlichkeit: dem umstrittenen Narmada-Staudamm im indischen Bundesstaat Gujarat, einem gigantischen Projekt mit verheerenden humanitären und ökologischen Folgen, und den indischen Atombombenversuchen, die zu einer neuen Eskalation des Grenzkonflikts mit Pakistan geführt haben. Die Zeit schrieb über dieses Buch: “Arundhati Roys Aufsätze sind leidenschaftliche Appelle aufzuwachen, sich zu wehren.”

 von Ute (Schmökerin) |  2. Okt, 14:18 Uhr  |  0x Senf , 205x besichtigt |   aus: Unterwegs   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

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